Noch schlimmer: Solche Praktiken kursieren jetzt schon als Tipps für die Organisation der durch Covid-19 „erzwungenen“ Remotearbeit.Diese Haltung ist auf so vielen Ebenen falsch.
Da wird das sonst schon nervige und ineffektive Micro Management aus dem Office um ein noch Vielfaches verschlimmert in die Remote-Arbeitswelt übertragen.Dies spiegelt ein Menschenbild wider, wie wir es weder als Kollegen, Mitarbeiter, noch als Chefs dulden.Wann fangt ihr endlich an, euren Mitarbeitern zu vertrauen?
Natürlich gibt es immer ein paar faule Eier oder Menschen, die gerade in einer Situation stecken, die es ihnen vielleicht nicht erlaubt, so voll und ganz für die Arbeit oder in Zeiten da zu sein, wie sie es müssten. Aber eine Umgebung des Vertrauens wird hier sicherlich mit mehr Transparenz belohnt als eine des grundsätzlichen Misstrauens - kontrollierst du mich, bescheiß ich dich!Außerdem gibt es ein viel sinnvolleres Maß, das Engagement und die Fähigkeiten der Mitarbeiter zu messen: Anhand ihrer Arbeitsergebnisse!!!
Wenn hier etwas nicht stimmt, gibt es Klärungsbedarf.Darüber hinaus gibt es viele Wege, die zu einem Arbeitsergebnis führen. Ich z.B. liebe es, über Lösungen auf Papier nachzudenken oder wenn ich irgendwo stecken bleibe, mich mit einem Kollegen auszutauschen oder auch manchmal einen Spaziergang zu machen und so auf die richtige Idee zu kommen.Anwesenheit egal ob an einem Arbeitsplatz oder vor einem Rechner, garantiert ihnen keine gute Arbeit. Das Risiko hingegen, dass Mitarbeiter durch Kontrolle demotiviert werden oder sogar kündigen, ist so viel höher.Im besten Fall ist die Beziehung zu Kollegen und / oder Mitarbeitern so gut, dass schon vorher bekannt ist, wenn mal etwas nicht so läuft. Wem es nicht Wert ist, diese Zeit in seine Mitarbeiter zu investieren, sollte nicht Führen und schon gar nicht an seinen Mitarbeitern verdienen.
Geht erwachsen und emphatisch miteinander um. Immer. Vor allem aber gerade jetzt, wo die äußeren Umstände einem das Leben auf organisatorischer und emotionaler Ebene nicht leicht machen.


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